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Sammlung

 

 

Graphische Sammlung

Albrecht Dürer, Joachim und Anna unter der Goldenen Pforte, Marienleben Blatt 4, 1504

Die ältesten Zeugnisse der Aachener Graphischen Sammlung sind mittelalterliche Miniaturen und Antiphonarblätter aus der Zeit von 1330 bis 1500, darunter sechs in der Nachfolge des Johannes von Valkenburg in Köln entstandene Blätter. Unter den Zeichnungen des Manierismus und Barock nehmen die niederländischen Werke des 17. Jahrhunderts den größten Anteil ein. Zwei Amsterdamer Grachtenansichten von Rembrandt ragen hierbei heraus. Das 18. Jahrhundert ist mit einem großen Konvolut von über 600 Blatt an Architekturzeichnungen und Plänen von Johann Josef Couven und seinem Sohn Jacob vertreten. Für das 19. Jahrhundert sind die Handzeichnungen und zahlreichen Studien zu den Aachener Rathausfresken des in Aachen geborenen Alfred Rethel zu nennen, aber auch die mehr als 50 Aquarelle und Gouachen des aus Aachen stammenden Spätromantikers und Schirmer-Schülers Caspar Scheuren.

Die Klassische Moderne ist mit wenigen Einzelblättern, darunter eine 19 Aquarelle, Gouachen und farbige Kreidezeichnungen umfassende Dauerleihgabe aus Privatbesitz, präsent. Einige Gouachen und Zeichnungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Künstlern, die aus der Region stammen, darunter einige Arbeiten von Herbert Falken, sind hervorzuheben.

Die Abteilung Druckgraphik besitzt einen Schwerpunkt in der deutschen Graphik des 15. und 16. Jahrhunderts mit zahlreichen Blättern von Albrecht Dürer und seinen Zeitgenossen. Die Sammlung ist mit niederländischer und flämischer Graphik des  16. und 17. Jahrhunderts gut bestückt, und verfügt sogar über 32 Radierungen von Rembrandt,.aber auch zahlreiche Kupferstiche aus der Stecherwerkstatt des Peter Paul Rubens. Als Solitäre in der Sammlung stehen die seltene Erstausgabe der Carceri des Giovanni Battista Piranesi und die Erstausgaben der berühmten vier Radierfolgen Goyas, die in gebundenen Ausgaben vorliegen. Caprichos, Desastres de la Guerra, Tauromaquia und Proverbios.

Das weitere 19. Jahrhundert ist mit englischen und französischen Malerradierern sowie einigen deutschen Impressionisten belegt. Sechs graphische Zyklen von Max Klinger (Rettungen Ovidischer Opfer,  Eva und die Zukunft, Intermezzi, Eine Liebe,  Brahmsphantasie,  Vom Tode zweiter Teil) sowie ein Konvolut  deutscher Expressionisten repräsentieren das ausgehende 19. und frühe 20. Jahrhundert.

 

Kuratorin: Dr. Dagmar Preising
Dr. Dagmar Preising ist seit 1994 Kuratorin am Suermondt-Ludwig-Museum Aachen. Sie ist verantwortlich für die Skulpturensammlung und die Graphische Sammlung. Sie hat zahlreiche Ausstellungen zur Graphik (darunter Albrecht Dürer 2004/2005 und Max Klinger 2007/2008) und zur mittelalterlichen Skulptur ( Zum Sammler und Restaurateur Richard Moest 2006/2007 und zusammen mit Michael Rief Made in Utrecht 2013) kuratiert. Sie hat 2003 den ersten Band des Skulpturenkataloges (Bildwerke des Köln-Lütticher-Raumes 1180 bis 1430) mit den Restauratorenkollegen vorgelegt.

Sie ist seit 1998 Redaktionsmitglied der Aachener Kunstblätter.

www.dagmarpreising.de

dagmar.preising@mail.aachen.de

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