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Ausstellungen : Archiv : Archiv 2007

 

 

Max Klinger (1857-1920)
Graphische Zyklen und Zeichnungen

Schulprogramme zur Ausstellung "Max Klinger"

Max Klinger, Neue Träume von Glück, Blatt 7 aus: Eine Liebe (Opus X), 1887 Max Klinger, Opus XIII, Blatt 3, Philosoph (Detail) Max Klinger, Opus IV, Blatt 2, Am Meer (Detail) Max Klinger, Opus X, Im Park (Detail) Max Klinger, Opus XII, Blatt 19, Evocation

17.11.07 - 03.02.08

Der Bildhauer, Maler und Graphiker Max Klinger (1857-1920) ist zwischen Gründerzeit und Erstem Weltkrieg eine der wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten in Deutschland. Er ist ein überaus vielseitiger und phantasiebegabter Künstler, der in seiner Zeit hoch geschätzt wurde und den zeitgenössischen Strömungen des Symbolismus und des Jugendstils nahe steht. Nicht das Morbide des Fin de siècle ist jedoch ein Merkmal Max Klingers, sondern vielmehr ein zukunftsgläubiger Idealismus. Klinger strebte nach dem Gesamtkunstwerk. So suchte er Plastik, Malerei, Zeichnung und Architektur zu einer Einheit miteinander zu verbinden. Heute gehört sein graphisches Schaffen, das auch Tendenzen zum Gesamtkunstwerk aufweist, unzweifelhaft zum Höhepunkt in seinem Oeuvre.

Anlässlich seines 150. Geburtstages zeigen das Suermondt-Ludwig-Museum Aachen und das Käthe Kollwitz-Museum Köln die in Kooperation entstandene Ausstellung "Alle Register des Lebens" - Max Klinger (1857-1920) - Graphische Zyklen und Zeichnungen. Hierbei handelt es sich um eine, gleichzeitig an zwei Orten gezeigte Präsentation, die sich als übergreifendes Gemeinschaftsprojekt erweist.

Die Ausstellung zeigt Max Klinger als den großen Meister der Graphischen Künste, der in seiner Experimentierfreudigkeit und Wertschätzung des graphischen Mediums in der Tradition eines Dürer, Rembrandt oder Goya zu sehen ist. Max Klinger bevorzugte das Denken und Entwickeln von Geschichten in Zyklen, die teils von zeitkritischer Brisanz sind und durchaus eine Kenntnis der damals neuen Wissenschaft der Psychoanalyse verraten. Das Denken Schopenhauers und Nietzsches waren maßgebend für Klingers Bildinhalte.

Das Suermondt-Ludwig-Museum stellt die im eigenen Bestand befindlichen Zyklen Rettungen Ovidischer Opfer (Opus II), Eva und die Zukunft (Opus III), Intermezzi (Opus IV), Eine Liebe (Opus X), und Vom Tode zweiter Teil (Opus XIII) aus. Auch ist es im Zusammenhang mit dieser Ausstellung gelungen, die Brahmsphantasie (Opus XII) aus Privatbesitz zu erwerben. Legt das Käthe-Kollwitz-Museum den Schwerpunkt auf Arbeiten Max Klingers, die Käthe Kollwitz in ihrem zeichnerischen und graphischen Schaffen beeinflusst haben, so wird im Suermondt-Ludwig-Museum das Augenmerk auf die Kunst des Graphischen, die zyklische Erzählstruktur und ihre drucktechnische Realisierung gelegt. Ausgehend von dem eigenen Bestand werden bedeutende Leihgaben aus den Kupferstichkabinetten Berlin, Bremen, Leipzig und München die Ausstellung bereichern.

In den Ausstellungsräumen wird eine druckgraphische Werkstatt, Klingers Radierstübchen, eingerichtet, in der Druckdemonstrationen stattfinden werden. So können dem Betrachter die kunsttechnische Seite der druckgraphischen Blätter sowie deren mediale Möglichkeiten und Grenzen verdeutlicht werden. Dieses Anschauungsmaterial stützt die Intention, die technisch-künstlerischen Leistungen Klingers in der Griffelkunst heraus stellen zu können.

"Alle Register des Lebens"
Max Klinger (1857-1920) - Graphische  Zyklen und Zeichnungen
(150. Geburtstag von Max Klinger)
Eröffnung: 16.11., 20.00 Uhr

17.11.2007 - 03.02.2008
Suermondt-Ludwig-Museum Aachen

09.11.2007 - 20.01.2008
Käthe Kollwitz-Museum Köln
www.kollwitz.de

Veranstaltungen und Workshops:
Folder zur Ausstellung (PDF)

Programme für Schulen:
Angebote im Überblick

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