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Aktuell

 

 

Programm im August 2017

bis 17. September 2017
Sammlung in Bewegung
Drei Gemälde mit besonderer Geschichte

Jahrzehntelang war es verschollen, Balthasar van der Asts Gemälde Blumen in einer Wanli-Vase – einst eines der Herzstücke der Sammlung des alten Suermondt-Museums. Das bedeutende Stillleben des niederländischen Meisters war schon 1910 in die Sammlung des Hauses gekommen, als Teil des Vermächtnisses von Adèle Cockerill, der Schwägerin des untrennbar mit dem
Museum verbundenen Stifters Barthold Suermondt. Jetzt ist es zurückgekehrt: aus einer New Yorker Privatsammlung, aus der es gegen einen Finderlohn zurückerworben werden konnte.
Wie viele andere Kunstwerke aus dem Besitz der Stadt Aachen war das Gemälde 1942 in die Meißener Albrechtsburg ausgelagert worden, um es vor Bombenangriffen zu schützen. Nach Kriegsende, unter sowjetischer Besatzung, wurden sämtliche Werke beschlagnahmt. Ein Gutteil, vor allem der Gemälde, wurde in die UdSSR verbracht. Das Schicksal des nun hier präsentierten Blumenstilllebens blieb allerdings lange Zeit im Dunkeln. Erst im Jahr 2005 stellte sich heraus, dass das Bild 1951 aus dem Depot der Albrechtsburg von einer russischen Spionin nach Kanada entführt worden war…
Darüber hinaus wird auch das frisch restaurierte Werk Jupiter wird als Knabe mit der Milch der Ziege Amalthea genährt des Antwerpener Malers Jacob Jordaens öffentlich vorgestellt. Außerdem wird erstmals ein Neuzugang gezeigt, ein Früchtekorb des Jacob van Hulsdonck (Antwerpen 1582-Antwerpen 1647), den ein Privatsammler dem Suermondt-Ludwig-Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt.


bis 29. Oktober 2017
Herbert Falken – Lazarus
Eine Trauerarbeit in 16 Bildern

Anlässlich des 100. Geburtstages von Heinrich Böll, einem der bedeutendsten deutschen Schriftsteller, zeigt das Suermondt-Ludwig-Museum im Studio im 1. OG aus eigenem Bestand die Bildfolge Lazarus – Eine Trauerarbeit in 16 Bildern, die der Malerpriester Herbert Falken  (geb. 1932 in Aachen) unter dem Eindruck von Bölls Tod geschaffen hat. Die Arbeiten begannen am Todestag des Schriftstellers, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Malers in Kreuzau-Langenbroich gelebt hat und am 16. Juli 1985 starb, und wurden am 2. November 1985 abgeschlossen. Es handelt sich um eine der persönlichsten Arbeiten von Herbert Falken, in denen er die Krankheit und den Tod des Freundes in wenigen Wochen künstlerisch verarbeitet hat. Mit Graphit, Kreide und Tusche zeichnet er auf die 110 x 80 cm großen Papierblätter. Er umkreist zeichnend und malend den Kranken immer wieder neu ansetzend und  skizziert die verschiedenen Phasen seines Leidens und Sterbens. Im Verweis auf die Figur des Lazarus wird die Auferstehungshoffnung formuliert.


Öffentliche Führungen
durch die ständige Sammlung
Nur Museumseintritt / Führung kostenlos

Treffpunkt Museumskasse
samstags um 15.00 Uhr
sonntags um 12.00 Uhr

Aufgrund der Sommerferien werden im August nicht an allen Wochenenden Führungen angeboten!

So, 06.08.2017, 12.00 Uhr
Die Malerei der Klassischen Moderne
Leitung: Melanie Karolzyk

Sa, 12.08.2017, 15.00 Uhr
Propaganda und Machtinstrument – Das Bild in der Gegenreformation
Leitung: Dr. Josef Gülpers

Sa, 19.08.2017, 15.00 Uhr
Die Möbelsammlung in der bürgerlichen Kunst- und Wunderkammer
Leitung: Georg Tilger

So, 20.08.2017, 12.00 Uhr
Das goldene Zeitalter der niederländischen Malerei
Leitung: Jennie Casu-Bogaert

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